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27.01.2020

Leasing brummt

Leasing boomt bei schwächelnder Konjunktur und schreibt Rekorde: Das Leasing-Neugeschäft wuchs 2019 um neun Prozent auf ein Rekordhoch von 74,4 Milliarden Euro, davon entfallen 9,1 Milliarden Euro auf Mietkauf. Leasing wächst somit deutlich dynamischer als die ins Stocken geratene deutsche Wirtschaft. Der Leasing-Anteil an den Ausrüstungsinvestitionen erhöhte sich auf die Rekordmarke von 24 Prozent. Leasing erweist sich dadurch als Investitionsmotor der deutschen Wirtschaft, gerade in unsicheren Zeiten. Wenn Unternehmen überhaupt investieren, nutzen sie verstärkt Leasing. Denn diese Investitionsform garantiert nicht nur Sicherheit und Flexibilität, auch für die aktuellen Herausforderungen wie fortschreitende Digitalisierung, Elektromobilität, Energieeffizienz oder moderne Umwelttechnik bietet die Leasing-Branche Lösungen an. Beispiel Klimaschutz: Die Leasing-Branche wird den Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft in Deutschland aktiv mitgestalten. Mit ihrer Expertise realisiert die Branche einen großen Teil der notwendigen Investitionen in moderne, umweltfreundlichere Technologien.

Für 2020 schätzt die Branche ein stabiles Neugeschäft. Größere Wachstumsraten sind angesichts der konjunkturellen Aussichten und des sich weiter eintrübenden Investitionsklimas nicht zu erwarten. Deutschland benötigt dringender denn je eine Investitionsoffensive, um die Investitionsbedingungen von Unternehmen zu verbessern und Anreize für mehr Investitionen am Standort zu setzen. Sonst besteht die Gefahr, dass Deutschland nicht wettbewerbsfähig bleibt. Der BDL begrüßt daher die Mittelstandsstrategie von Bundeswirtschaftsminister Altmaier, die eine Reihe sinnvoller Maßnahmen zur Entlastung des Mittelstands enthält. Diese muss jetzt zügig umgesetzt werden und darf nicht wie in der Vergangenheit in den Koalitionsmühlen zerrieben werden.

Auch die Leasing-Wirtschaft darf nicht durch überbordende Bürokratie und regulatorische Pflichten in ihrer Rolle als Investitionsmotor behindert werden. Ein erhebliches Hindernis ist nach wie vor der starke Regulierungsdruck, der auf der Branche lastet. Alle wesentlichen Regulierungsinitiativen richten sich zunächst an international tätige Großbanken. Von diesen Großbanken werden die Standards abgeleitet und treffen die mittelständische Leasing-Branche. Leasing-Gesellschaften sind jedoch keine Banken, sie sind kleiner, weniger komplex und tragen ein deutlich geringeres Risiko. Daher darf die Leasing-Branche nicht nach Bankenstandards reguliert werden, vielmehr bedarf es Proportionalität und mehr Differenzierung möglichst im Rahmen eines eigenen, angemessenen Regimes. Dafür setzt sich der BDL weiterhin ein.

 

Quelle:
Editorial von Kai Ostermann 
Präsident Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V., Berlin
aus dem Magazin Finanzierung Leasing Factoring, Ausgabe 1 - 2020
Fritz Knapp Verlag GmbH, Aschaffenburger Str. 19, 60599 Frankfurt
Tel. 069 970833-0, E-Mail: info(at)kreditwesen.de