CB Bank erreicht trotz Pandemie ein Wachstum von 3 Prozent im Factoringgeschäft 2020 und liegt damit erneut über Branchendurchschnitt

Der Factoring-Markt in 2020: Factoring auch während der Corona-Pandemie stabil

 

Die Corona-Krise hat zum stärksten Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg geführt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland sank in 2020 um 4,9 Prozent auf 3,33 Billionen Euro. Factoring war hiervon allerdings bisher nicht betroffen und konnte im Gegenteil sogar ein, wenn auch leichtes, Wachstum an den Tag legen: Das Gesamtergebnis 2020 (bezogen auf die Umsätze der Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes) ergab ein Plus von 1,3 Prozent auf gesamt 279,2 Mrd. Euro.

Der Deutsche Factoring-Verband e.V. vertritt dabei nach neutralen Untersuchungen einen Marktanteil von rund 98 Prozent des Factoring-Umsatzes der verbandlich organisierten Factoring-Unternehmen in Deutschland, weshalb die Verbandszahlen die maßgebliche Benchmark des gesamten deutschen Factoring-Marktes abbilden.

„Bedingt durch den Rückgang im BIP stieg die Factoring-Quote, also das Verhältnis zwischen angekauftem Forderungsvolumen und dem Bruttoinlandsprodukt, auf knapp 8,4 Prozent - ein neuer Höchstwert“, kommentiert Michael Menke, Sprecher des Vorstandes des Verbandes, diese neue Benchmark.

Factoring konnte auch während der Corona-Pandemie gut dazu beitragen, die Finanzierung von Unternehmen und Lieferketten aufrechtzuerhalten: Über 82.400 Kunden nutzten in 2020 erfolgreich Factoring.

Das internationale Factoring sank in 2020 um 2,7 Prozent (auf 69 Mrd. Euro); besonders im Import-Geschäft fiel die Abweichung mit einem Minus in Höhe von 8,1 Prozent stärker aus. Der Exportsektor erzielte ein Minus von 2,3 Prozent und beläuft sich auf nun 64,7 Mrd. Euro. Dafür gab es in 2020 einen Zuwachs von 2,7 Prozent im nationalen Factoring, auf mittlerweile 210,2 Mrd. Euro, wobei die privaten Konsumausgaben im Onlinesektor, die gestiegenen Staatsausgaben und der nach wie vor anhaltende Boom im Bausektor eine Rolle gespielt haben dürften. Besonders stark zulegen konnte das B2C-Factoring (7,2 Mrd. Euro, ein Plus von 26,5 Prozent innerhalb nur eines Jahres), was verstärkten Onlineeinkäufen, aber auch dem Boom in einigen Gesundheitsbereichen zuzuschreiben ist.

Von den Factoring-Arten dominiert Inhouse-Factoring nach wie vor mit 64,4 Prozent des Umsatzvolumens (minus 2,0 Prozent gegenüber 2019), wobei Full-Service-Factoring mit einem kleinen Plus von 0,5 Prozent auf 25,5 Prozent leicht zulegen konnte.

Factoring hat sich auch im Jahr der Pandemie als geeignetes Finanzierungsinstrument sowohl für kleine und mittlere, aber auch große Unternehmen erwiesen, wobei besonders ein Trend zu mittelständischen Kunden feststellbar war: Bezogen auf die Anzahl der Factoring-Kunden werden mittlerweile bereits 95,4 Prozent im Segment bis 10 Mio. Euro Factoring-Umsatz, dem KMU-typischen Umsatz-Segment, bedient (2019: 93,4 Prozent).

Viele der Corona-Folgeproblematiken, wie der Aufschub der Gesamtmarktbereinigung von de facto insolventen Unternehmen der Realwirtschaft, das Auslaufen staatlicher Rettungsgelder und das Auslaufen des Warenkreditversicher-Schutzschirms sowie ein Absinken der Bonitätslevel in vielen Branchen wird mutmaßlich erst Ende 2021, ja in vielen Fällen sogar erst 2022 spürbar werden, was auch die Jahresabfrage 2020/2021 belegt: Während knapp 33 Prozent der Mitglieder „gute bzw. sehr gute“ Aussichten angeben und knapp 42 Prozent der Mitglieder „befriedigende“ Aussichten sehen, sind doch immerhin 25 Prozent der Mitglieder eher pessimistisch und geben nur „ausreichen-de/mangelhafte“ Aussichten an.

Mit Factoring steht Unternehmen und Branchen, die nach einem Lockdown wieder hochfahren möchten und können, auch in 2021 frische Liquidität zur Verfügung, sei es im Rahmen stabilisierter oder erschlossener neuer Lieferketten oder auch bei Sanierungsmandaten.

Detailinformationen finden Sie im aktuellen Jahresbericht: www.factoring.de.

 

 

Quelle:

Pressemeldung vom

Deutscher Factoring-Verband e.V.

Dr. jur. Alexander M. Moseschus, Verbandsgeschäftsführer

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